Zur Zeit werden zwei konkurrierende Szenarien für den Teilsturmprozess diskutiert: Das Current-Disruption Modell (CDM) und das Near Earth Neutral Line Modell (NENL).

Zeitliche Abfolge der Ereignisse während eines Teilsturmes nach dem CDM
Das CDM fordert in der nachtseitigen Magnetosphäre eine lokale Plasmainstabilität bei etwa einem Abstand von 8-10 RE, als dessen Folge der Schweifstrom in der Magnetosphäre unterbrochen und über die tagseitige Ionosphäre abgeleitet wird. Als Folge der Schweifstromunterbrechung wird auch eine Verdünnungswelle erzeugt, die schweifwärts mit hohen Geschwindigkeiten läuft und bei etwa 25 RE Rekonnexion im Schweif auslöst.

Zeitliche Abfolge der Ereignisse während eines Teilsturmes nach dem NENL
Das NENL hingegen geht von einem Rekonnexionsprozess bei etwa 25 RE als dem Trigger des Teilsturms aus. Sogenannte Bursty Bulk Flows transportieren große Energiemengen in die innere Magnetosphäre, wo diese in thermische Energie konvertiert wird und der Plasmastrom nahe der inneren Kante der Plasmaschicht um die Erde geleitet wird. Dabei entstehen die feldparallelen Ströme der Teilsturmschleife.
| aktualisiert: 22.01.2007 | | webmaster | | verantwortlich: Prof. Dr. K.-H. Glaßmeier |