Die elektrischen Eigenschaften von Untergründen liefern viele Anhaltspunkte zu deren Zusammensetzung. Eine Methode zur Untersuchung dieser Eigenschaften ist die sog. Spektral Induzierte Polarisation. Dabei wird ein frequenzabhängiger Wechselstrom in den Boden eingespeist, der eine Ladungstrennung verursacht. Die Polarisation im Gestein führt zu einer Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung. Statt eines konstanten ohmschen Widerstands wird die Impedanz gemessen. Betrag und Phase der Impedanz sind frequenzabhängig und zeigen gesteinsspezifische Charakteristika. Daraus lassen sich bereits viele Rückschlüsse auf das Gestein ziehen, auch wenn der Ursprung der Polarisation und Einflüsse von Parametern wie Sättigung, Porosität u.a. immer noch Gegenstand der Forschung sind. Für erzfreie Gesteine gilt die Membranpolarisation als Hauptursache des IP-Effektes. Dabei führt die Porenraumgeometrie zu Zonen unterschiedlicher Ionenmobilitäten.
Links: die Messzelle. Rechts: das Impedanzspektrometer.
Phasen- und Widerstandsspektrum zeigen den IP-Effekt.
Phasenmaximum und Wendepunkt im Widerstandsverlauf erfolgen bei gleicher Frequenz.
| aktualisiert: 12.11.2008 | | webmaster | | verantwortlich: Prof. Dr. A. Hördt |