Angewandte
Geophysik
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Weltraumsensorik
   
         Bild: ESA

BOHRLOCHMAGNETIK

Kalibrieren der GBM-Sonde

Torsten Klein (l.) und Christopher Virgil (r.) beim Kalibrieren der GBM-Sonde in der Hauptbohrung der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB).

Die Projektgruppe Bohrlochmagnetik befasst sich mit der Messung von Magnetfeldern in Bohrlöchern. Für diese Messungen wird derzeit in Kooperation mit dem Instiut für Geophysik der Universität Göttingen die Göttinger Bohrlochmagnetometersonde (GBM) eingesetzt. Diese Sonde zeichnet sich durch ihr einzigartiges Orientierungssystem aus, welches aus drei hochgenauen Faserkreiseln besteht. Mit diesen Kreiseln lässt sich neben der Inklination auch die Deklination bestimmen. In Kombination mit einer dreikomponentigen Förstersonde können die gemessenen Magnetfelder in echten geographischen Koordinaten umgerechnet werden.
Diese so gewonnenen Daten dienen dann zum Beispiel als Grundlage für die Modellierung von magnetisierten Schichten und das Auffinden von metallischen Störkörpern (Erzexploration). Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Paläomagnetik, mit deren Hilfe die Entwicklungsgeschichte der Erdkruste rekonstruieren werden kann.


GBM-Sonde GBM-Sonde

Schematischer Aufbau der GBM-Sonde und der Messsensorik (Bild: Erich Steveling)


Die Sonde wurde schon in mehreren Messkampagnen erfolgreich eingesetzt, wie zum Beispiel im März 2008 im Vulkangebiet des Vogelsberg (Hessen) und im September 2008 in der Bergbauregion um Outokumpu (Finnland). Zur Zeit werden die gewonnenen Messdaten aufbereitet sowie systematische Test- und Kalibriermessungen durchgeführt, um die Genauigkeit des Messsystem noch weiter zu erhöhen.

 
aktualisiert: 03.11.2008 IMPRESSUM webmaster verantwortlich: Prof. Dr. A. Hördt