Angewandte
Geophysik
  Planetenentstehung   Weltraumphysik &
Weltraumsensorik
   
         Bild: ESA

ARBEITSGRUPPE
ANGEWANDTE GEOPHYSIK

Prof. Dr. Andreas Hördt

In der Arbeitsgruppe Angewande Geophysik werden Methoden entwickelt, mit denen man die elektrischen und magnetischen Eigenschaften des Bodens und der tieferen Gesteinsschichten bis einige 100m Tiefe bestimmen kann. Diese kann man z.B. nutzen, um Erdöl, Erdgas oder Erze zu finden, oder um archäologische Fundstätten zu untersuchen. Wir interessieren uns besonders für Verfahren, die für die Suche nach Grundwasser und die Abschätzung der Gefährdung des Grundwassers durch Kontaminationen nützlich sind. Die Forschungsarbeiten beinhalten meist Messungen und Experimente im Gelände und im Labor, die am Computer ausgewertet werden.



Das Bild zeigt ein studentisches Mitglied der Arbeitsgruppe bei einer Geoelektrik-Messung am Nussberg in Braunschweig. Hier wurde untersucht, ob dort Rogenstein, ein spezielles Sediment mit einer besonders runden Kornform, zu finden ist. Momentan arbeiten wir daran, ähnliche Verfahren für den Einsatz auf Raumsonden zu entwickeln, um die Eigenschaften von Planeten und Monden bestimmen zu können.


Dieses Bild zeigt ein typisches Ergebnis einer elektrischen Messung, die elektrische Leitfähigkeit als Funktion des Ortes und der Tiefe. Wir erforschen die Möglichkeit, aus solchen Daten die Wasserdurchlässigkeit des Bodens abzuschätzen.


Zur Erkundung von Gebieten, die zu Fuß nur schwer zugänglich sind, wie z.B. Seen und einsturzgefährdete Gebiete, oder zur Erkundung großer Flächen, entwickeln wir kleine, leichte Sensoren, und betreiben sie von einem ferngesteuerten Zeppelin. Für die Entwicklung eines Magnetometers wurden die Erfahrungen der Arbeitsgruppe Weltraumphysik und Weltraumsensorik genutzt.


Magnetfeldmessungen in Bohrungen eignen sich dazu, Erzkouml;rper zu erkunden oder anhand der Magnetisierung von Lavaströmen das Erdmagnetfeld der letzten Jahrmillionen zu rekonstruieren. Wir entwickeln in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen eine Methode, mit der man die Richtung des Magnetfeldes im Bohrloch sehr genau bestimmen kann.

Mit elektromagnetischen Messungen am Meeresboden kann man auf das Vorhandensein von Erdöl oder Erdgas schließen. In Zusammenarbeit mit der Industrie erforschen wir Möglichkeiten, die Signalqualität zu verbessern und die Interpretation der Daten zu optimieren.


 
aktualisiert: 26.05.2009 IMPRESSUM webmaster verantwortlich: Prof. Dr. A. Hördt